U10/U12/U14-Finalturnier

Im Rahmen der Winterthurer Schachwoche findet vom 5. bis zum 8. Oktober das Finalturnier der Schweizer Meisterschaft U10/U12/U14 statt.

Gespielt wird im Kirchgemeindehaus Winterthur-Stadt an der Liebestrasse 3 (siehe Spiellokal). Nach der Eröffnungsrunde am Freitag (16.00 Uhr) stehen an den drei folgenden Tagen jeweils zwei Runden auf dem Programm (Samstag/Sonntag 9.30 und 15 Uhr, Montag 8.30 und 13.30 Uhr). Die Siegerehrung findet am Montag, 18 Uhr, statt (siehe Zeitplan).

link Die Qualifizierten

Die bisherigen Schweizer Meister

Altersklasse U12
Jahr Name
1999 Donjan Rodic
2000 Lukas Muheim
2001 Lukas Muheim
2002 Kambez Nuri
2003 Yannick Borel
2004 Sebastian Muheim
2005 Jingle Li
2006 Gabriel Gähwiler
Altersklasse U14
Jahr Name
1999 Oliver Kurmann
2000 Donjan Rodic
2001 Aurelio Colmenares
2002 Damian Karrer
2003 Lukas Muheim
2004 Emanuel Schiendorfer
2005 Marco Lehmann
2006 Jonathan Rosenthal

 

Vorstellung des Finals 2007 der Schweizerischen Schülermeisterschaft U10/U12/U14

Die Schweizer Meisterschaften U10/U12/U14 wurden reorganisiert, einerseits um einer immer grösseren werdenden Zahl junger Spieler Rechnung zu tragen, die an Wettkämpfen teilnehmen, andrerseits um dem steigenden allgemeinen durchschnittlichen Spielniveau der Besten Rechnung zu tragen. Die Umsetzung erfolgte während des Jahres mit den Qualifikationsturnieren in Wil, Echallens, Belp und Mels mit mehr als 200 Spielern, darunter einige sehr junge, was die Notwendigkeit und Rechfertigung der Reform bewies.

Als Folge der Einführung der Kategorie U10 und der Erhöhung der Teilnehmerzahl von 12 auf 16 in den Kategorien U12 und U14 werden die Finals der Schweizerischen Schülermeisterschaft zum ersten Mal in einem breiteren Rahmen mit 40 Teilnehmern stattfinden anstatt der bisherigen 24 und in 7 Runden statt 5 wie bisher. Die Qualifikationsturniere, von denen die vier Besten in U12 und in U14 nunmehr dispensiert sind, bleiben die Basisveranstaltungen, um das Schach unter den Jungen in der Region zu popularisieren; der jährliche Final ist klarerweise der Moment, in dem die gesamte nationale Elite ihr Stelldichein gibt.

Der «Schachverband Winterthur», dem die «Schachgesellschaft Winterthur» angehört, einer der namhaftesten Klubs unseres Landes mit einer breiten Jugendbewegung, hat sich bereit erklärt, diesen ersten Final im Rahmen seiner traditionellen «Schachwoche» zu organisieren. Die Nachwuchshoffnungen von morgen unseres Landes werden sich am kommenden 5. bis 8. Oktober ausnahmslos in Winterthur einfinden.

Der Titel des Schweizer Meisters U10 wird zum ersten Mal verliehen, und zwar in einem geschlossenen Turnier, das acht Teilnehmer vereinigen wird. Die beiden grossen Favoriten sind Jonas Lampert und Florian Seitz, aber angesichts der schnellen Fortschritte in diesem Alter sind Überraschungen möglich, zum Beispiel seitens der zwei jüngsten Spieler, Dominik Lehmann, 9 Jahre alt, und Vincent Burgener, gerade einmal 8 Jahre alt.

Das Turnier U12 wird vier grosse Favoriten kennen, alle bereits Mitglieder im nationalen Nachwuchskader, alle bereits über oder nahe bei 2000 Elo, was in diesem Alter ausserordentlich ist. Der Sieger wird sicher zu suchen sein unter Nico Georgiadis, Patrik Grandadam, Benedict Hasenohr und Lars Rindlisbacher. Selbst wenn ein Podestplatz der Aussenseiter bereits eine Überraschung wäre, sind mehrere der andern Teilnehmer bereits erfahren und das durchschnittliche Niveau des Turniers wird sehr hoch sein, vor allem wenn man an die grosse Zahl der Teilnehmer denkt: 16.

Das U14-Turnier verspricht ebenfalls sehr offen zu werden mit mehreren Favoriten, was die Annäherung auf hohem Niveau der Jungen in unserem Land widerspiegelt. Die zwei letzten Sieger U12, Jingle Li im 2005 und der einheimische Gabriel Gähwiler im 2006, werden zweifellos versuchen, sich eine zweite nationale Krone aufsetzen zu lassen, aber Nicolas Grandadam, Benjamin Seitz und Jonathan Tordeur, um nur jene zu nennen, die seit Beginn der Saison qualifiziert sind, werden sich sicher nicht kampflos geschlagen geben. Zudem ist eine Überraschung nicht unmöglich, wenn man sich die namhaften Fortschritte mehrerer Spieler im Laufe der letzten Monate und das relativ ausgeglichene Niveau der Teilnehmer vor Augen hält. (Eine Elo-Zahl von 1750 oder 1800 mit 14 Jahren garantiert nicht automatisch einen Finalplatz!)

Die drei Turniere, an denen drei nationale Titel zu vergeben sind, werden mit 27 deutschsprachigen und 13 französischsprachigen Teilnehmer ausgetragen. Am Start sind 38 Knaben und 2 Mädchen, nämlich aus der Romandie die beiden amtierenden Schweizer Meisterinnen U16, Camille de Seroux (die im U14 spielen wird), und U12, Laura Stoeri. Die einheimischen Spieler sind vier an der Zahl, darunter erst noch einer der Favoriten im U14, Gabriel Gähwiler. Die drei anderen, Philipp Keller, Benjamin Mäder und Salim Turki, werden sich im U12-Turnier messen.

In Ergänzung zur Einführung der neuen Strukturen mit regionalen Kadern, einer eigentlichen Schweizer Jugend-Mannschaftsmeisterschaft und zur Aufwertung des Schweizer Schüler Grand-Prix in eine Schweizer Nachwuchs-Schnellschachmeisterschaft, wird das Finale der Schweizer Meisterschaft U10/U12/U14 nach der „neuen Formel“ sicherlich schnell zu einem Aushängeschild der verschiedenen Reformen des Jugendschachs in der Schweiz werden.

Allen viel Erfolg, und mögen die Besten gewinnen!

Pierre Meylan
(Übersetzt ins Deutsche von Rolf Benz)